Verhandlungstipps von A-Z: Anker nützen und schützen

So können Sie Anker für und in der Verhandlung für sich selbst “nutzen”:

Sich selbst Anker setzen

Mit einem bewusst gesetzten Anker können Sie gewünschte innere Zustände, wie den Negotiators State, gezielt aufrufen und jederzeit verfügbar machen.

Jeder von uns kennt Momente im Leben, in denen einfach alles gelingt. Solche Momente sind Situationen, in denen wir Zugriff auf unsere besonderen Fähigkeiten haben, uns kraftvoll fühlen und Dinge wie von selbst gelingen. Sich so einen Zustand gezielt verfügbar machen zu können, ist für viele Situationen im Alltag nützlich. Wir sind beispielsweise gelassen im Umgang mit schwierigen Menschen, lassen uns nicht so leicht aus dem Konzept bringen und haben auch an arbeitsreichen, anstrengenden Tagen eine Energiereserve, auf die wir zurückgreifen können.

Wir können uns solche „tollen Momente“ zurückholen und sie verankern, so dass sie bei Bedarf ganz leicht wieder herbeigeführt werden können. So können Sie sich für unterschiedliche Situationen einen spezifischen Anker setzen, der Ihnen hilft, in den gewünschten guten Zustand zu kommen.

und so können andere einen Anker gegen Sie einsetzen:

Anker als Werkzeug (Waffe)

Anker können ganz bewusst gesetzt und eingesetzt werden. Und damit werden sie zu starken Waffen in einer Verhandlung. Dazu muss lediglich eine Emotion mit einem Sinneseindruck verknüpft werden. Das kann ein Symbol, eine Bewegung, eine Redewendung, aber auch ein Duft oder Geschmack sein.

Seien Sie auf der Hut, wenn Ihr Gegenüber wiederholt die gleiche Redewendung verwendet. Noch dazu, wenn das mit einer immer gleichen Geste und einem bestimmten Tonfall verknüpft wird. Vielleicht soll dadurch eine bestimmte limbische Instruktion (Emotion) in Ihnen getriggert werden, die Ihre Verhandlungspartnerin zuvor entdeckt hat.

Anker, Teil 1>>>

Der Ankereffekt in der Verhandlung>>>