was glaubst du eigentlich

Was glaubst Du eigentlich?

Eine Kolumne, die ich vor einiger Zeit für ein Online-Magazin geschrieben habe.

Was glaubst Du eigentlich?

Vielleicht kennen Sie diesen Spruch auch. Meine Eltern, insbesondere meine Mutter benutzten ihn in vielen Varianten: „Was glaubst Du eigentlich, wer Du bist?“, „Was glaubst Du eigentlich, wer das bezahlt?“, „Was glaubst Du eigentlich, wo das hinführen soll?“ …

Wenn meine Mutter es gut mit mir meint und wenn sie mir helfen will, dann kann das doch nur bedeuten, dass ich irgendwo eine Grenze überschritten habe und nachdenken soll?

Doch je öfter ich diese Sätze gehört habe, desto mehr wirkten sie als Grenze. Denn bewirkt hat meine Mutter damit bewusst oder unbewusst zum Beispiel: „Glaub‘ ja nicht, dass Du was Besseres bist!“

Heute weiß ich dass das ein Glaubenssatz ist, den Eltern so mit leichter Hand ihren Kindern mitgeben und der lebenslang Grenzen setzen kann.

Deshalb frage ich mich heute oft selbst: „Was glaubst Du eigentlich?“ Denn ich weiß, egal ob ich glaube, dass ich erfolgreich sein werde oder das Gegenteil, ich werde alles tun, um Recht zu behalten.

Je mehr ich an Erfolg glaube, desto leichter werde ich erfolgreich sein, weil ich Erfolg kommuniziere. Durch Haltung, Körpersprache und Suggestionen, auf die ich in der Hitze der Verhandlung keinen Einfluss habe.

Also: „Was glaubst DU eigentlich?“

Erschienen im August 2012

 

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